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Buch „Qualitative Forschung – 10. Jahre Berliner Methodentreffen"

News vom 01.08.2014

Anlässlich des 10. Berliner Methodentreffen wurde von Günter Mey und Katja Mruck, als die verantwortlichen Veranstaltenden, ein Themenband aus den zurückliegenden Treffen kompiliert und unter das Thema „Analysen und Diskussionen“ gestellt, beteiligt sind daran 25 Autorinnen und Autoren.

 

Mey, Günter & Mruck, Katja (Hrsg.) (2014). Qualitative Forschung: Analysen und Diskussionen - 10 Jahre Berliner Methodentreffen. Wiesbaden: SpringerVS.
http://www.springer.com/springer+vs/soziologie/book/978-3-658-05537-0

 

Im ersten Teil des Buches finden sich – nach einer Einführung der Herausgebenden – ausgewählte Beiträge zurückgehend auf die Mittagsvorlesungen und Closing Lectures, in denen Analysen zu Stand der qualitativen Forschung vorgenommen werden; so mit Blick

  • auf die erkenntnistheoretische Position eines "anticartesianischen", "interpretativen (hermeneutischen)" Wissenschaftsverständnisses (Hans-Georg Soeffner);
  • auf die Frage der Sinnverstehens (Ronald Hitzler);
  • auf die Anerkennung der konstituierenden Rolle der Interpretation, der damit verbundenen Subjektivität und daraus folgenden (methodologischen) Kreativität (Hubert Knoblauch);
  • auf die Gefahren der Unterlassung einer Reflexion von Forschungshandeln durch scheinbar praktische und pragmatische Vorgehensweisen (Jo Reichertz);
  • auf die kritischen Potenziale qualitativer Forschung (Rainer Winter);
  • auf ein konsequentes Verständnis von Interview als Interaktion (Arnulf Deppermann);
  • auf die Beobachtung der eigenen Praxis und eine entsprechende Selbstbestimmung qualitativer Forschung "aus sich heraus" (Rainer Diaz-Bone);
  • auf die Irrelevanz des qualitativen Paradigmas in der Psychologie und die Notwendigkeit eines systematischen Methodenbegriffs (Nobert Groeben) sowie
  • auf besondere Herausforderungen bei der Relationierung von Theorie und Empirie (Reiner Keller).

Mit den im zweiten Teil des Buches aufgenommenen – und erstmals schriftlich vorliegenden – Podiumsdiskussionen werden einige der Herausforderungen und Besonderheiten qualitativer Forschung erörtert,

  • so die Warnung vor einer rein pragmatischen Kombination qualitativer und quantitativer Forschung, ohne die besonderen methodologischen Rahmungen und Erfordernisse qualitativer Forschung zu reflektieren (Franz Breuer, Rainer Diaz-Bone, Uwe Flick, Udo Kelle, Helmut Kromrey, Jo Reichertz, Jürgen Rost und Margret Schreier);
  • dem Plädoyer, den besonderen Konstruktionscharakter der Daten zu reflektieren und hierbei auch die Involviertheit der Forschenden angemessen zu konzeptualisieren  Franz Breuer, Arnulf Deppermann, Udo Kuckartz, Günter Mey, Katja Mruck und Jo Reichertz);
  • der Aufmerksamkeit für die Besonderheit qualitative Forschung berücksichtigender Rahmungen für Lehr-/Lernszenarien, um der Vielgestaltigkeit qualitativer Forschung in methodologischer und methodischer Hinsicht Rechnung zu tragen, und dies auch unter den neuen Studienstrukturen (Uwe Flick, Silvia Hartung, Christoph Maeder, Günter Mey, Katja Mruck und Arne Weidemann)
  • die Forderung, deutlich mehr Augenmerk auf die der qualitativen Forschung zentralen Vorgehensweisen zu legen und die Prozesse der Datenauswertung – wie diese im Zuge der Interpretationsarbeit insbesondere in Forschungsgruppen vorgenommen werden – zu analysieren (Tilman Allert, Bettina Dausien, Günter Mey, Jo Reichertz und Gerhard Riemann).

 

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