4. "Berliner Methodentreffen Qualitative Forschung". Programm liegt vor

News vom 08.02.2008

Das "Berliner Methodentreffen Qualitative Forschung", das größte Jahrestreffen zu qualitativer Forschung im deutschsprachigen Raum, findet bereits zum vierten Mal an der Freien Universität Berlin statt. Am 4. und 5. Juli werden wieder mehrere Hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer in über 30 parallel angebotenen Forschungswerkstätten und Workshops Praxisfragen erörtern. In Plenar- und Foyerveranstaltungen werden aktuelle Forschungsthemen und -kontroversen behandelt. Eine Fachmesse und ein informelles "Meet-the-Editors" wichtiger sozialwissenschaftlicher Zeitschriften runden das diesjährige Berliner Methodentreffen ab.

Das Programm für das diesjährige Treffen liegt nun vor. Die Anmeldung wird im Laufe des März möglich sein. Wenn Sie hierüber informiert werden wollen, können Sie sich - sofern noch nicht geschehen - in die Informationsliste für das Berliner Methodentreffen eintragen.

Das Berliner Methodentreffen wurde 2004 aus dem Umfeld der Open-Access-Zeitschrift Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research (FQS) initiiert und seitdem federführend vom Berliner Institut für Qualitative Forschung in der Internationalen Akademie an der Freien Universität Berlin ausgerichtet. Auch in diesem Jahr sind als universitätsinterne Partner wieder der Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie und das Center für Digitale Systeme beteiligt, externer Kooperationspartner ist wieder GESIS-ZUMA. Die Hans-Böckler-Stiftung ist wie in den Vorjahren der Hauptförderer der Veranstaltung.

Die über 30 parallel stattfindenden Forschungswerkstätten und Workshops beim diesjährigen Berliner Methodentreffen – die im Zentrum der Veranstaltung stehen – präsentieren viele wichtige Verfahren der qualitativen Sozialforschung und behandeln zentrale Fragen der Praxis qualitativer Forschung (Planung, Erhebung, Auswertung und Dokumentation). Die Workshops werden allesamt von erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern angeboten. Teilnehmende können ihre Forschungsmaterialien in die Werkstätten einbringen und so konkret für ihre Forschungspraxis Techniken und Verfahren vertiefen und diskutieren. Zu den Angeboten gehören in diesem Jahr: Archivierung/Sekundäranalyse, Biografische Fallrekonstruktion, Cultural Studies, Diskursanalyse, Gattungsanalyse, Grounded Theory Methodologie, Gruppendiskussion, Hermeneutische Wissenssoziologie, Interpretation als Ko-Konstruktion, Interpretative Analytik, Interviews, Kamera-Ethnografie, Konversationsanalyse, Metaphernanalyse, Objektiv-hermeneutische Textinterpretation, Projektwerkstatt qualitativen Arbeitens, Qualitative Evaluation, Qualitative Heuristik, Qualitative Inhaltsanalyse, Qualitative Medienanalyse, Repertory Grid, Subjektwissenschaftliche Praxisforschung, Teilnehmende Beobachtung, Tiefenhermeneutik/psychoanalytisch orientierte Sozialforschung, Triangulation sowie Einführungen in Atlas.ti und MAXQDA2007.

Neben den Forschungswerkstätten und Workshops bietet das Berliner Methodentreffen weitere aufeinander abgestimmte Events: Am Freitag eröffnet Hubert Knoblauch (TU Berlin) das Berliner Methodentreffen mit einer Mittagsvorlesung zum Thema "Qualitative Methoden am Scheideweg. Jüngere Entwicklungen der interpretativen Sozialforschung", wobei er insbesondere internationale Strömungen betrachtet. Am Samstag trägt Udo Kelle (Universität Marburg) zur Frage der "Integration qualitativer und quantitativer Sozialforschung" vor, eingeladene Rednerinnen und Redner liefern dazu Kommentare.

Als Foyerveranstaltungen vorgesehen ist eine Postersession, in der Teilnehmende ihre laufenden Arbeiten vorstellen, und eine Fachmesse zu für qualitative Forschung wichtigen Ressourcen und Angeboten (Software, Online-Angebote usw.). Erstmals wird es mit einem "Meet the Editors" zudem in einer weiteren Foyerveranstaltung die Möglichkeit geben, mit Herausgebern und Herausgeberinnen von für qualitative Forschung wichtigen Fachzeitschriften in Kontakt zu treten.

Programm des Berliner Methodentreffens 2008

 

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